Passt ein Vizsla zu mir? Diese 7 Dinge solltest Du mitbringen!

von Okt 2, 2020

Du spielst mit dem Gedanken, Dir einen Magyar Vizsla anzuschaffen? Und weißt noch nicht, ob die Rasse die richtige für Dich ist? In meinem heutigen Blogbeitrag habe ich die aus meiner Sicht sieben wichtigsten Eigenschaften zusammengefasst, die der perfekte Vizsla-Besitzer mitbringen sollte. Schau doch gleich mal nach, wie viele der Punkte auf Dich zutreffen und entscheide dann selbst, ob ein Vizsla zu Dir passt…

1) Du bist sportlich

Der Vizsla ist mehr als nur eine „sportliche Rasse“. Als Jagdhund liegt ihm die Freude an körperlicher Arbeit im Blut. Stundenlange Wanderungen, ausgiebige Joggingrunden oder eine Fahrradtour? Für den Vizsla kein Problem, sondern eine Freude! Solltest Du also eher zum Team Couch-Potato gehören, kann ich Dir nur vom Kauf eines Vischels abraten. Wenn Du aber selbst sportlich bist und die Bewegung an der frischen Luft liebst, ist das erste Kriterium für den perfekten Vizsla-Besitzer schon mal erfüllt.

2) Du verfügst über ausreichend Zeit

Die angeborene Sportlichkeit des Magyar Vizslas bringt mich zu Punkt zwei meiner Liste: Zeit. All die Outdoor-Aktivitäten, die ein Vischel braucht, um glücklich zu sein, erfordern nämlich genau das. Doch das ist längst nicht alles, was ein großes Kontingent Deiner Freizeit beanspruchen wird. Unterschätze keinesfalls die kopfmäßige Auslastung, die für einen ausgeglichenen Vizsla von großer Bedeutung sind. Du solltest also Zeit mitbringen, um zusätzlich seine Nasenarbeit zu trainieren. Nicht zu vergessen natürlich das aus meiner Sicht sehr anspruchsvolle Gehorsamstraining dieser Rasse.

3) Du bist geduldig

Damit wären wir dann gleich bei Punkt drei angelangt: Der Geduld. Selbige solltest Du in engelsgleicher Form mitbringen. Der Vizsla ist nämlich ein intelligenter Hund mit einer schnellen Auffassungsgabe – die er aber gerne nur dann einsetzt, wenn es ihm passt. Du denkst ein Esel sei stur? Dann hast Du noch nie einen Vizsla erlebt, der einen schlechten Tag hat. Widerworte? Gibt der Vizsla gerne in bellender Form von sich! Besonders das Training der Leinenführigkeit erfordert bei einer Rasse, die dafür gezüchtet wurde, vorwegzulaufen, um dem Jäger Wildfunde anzuzeigen, einiges an Arbeit und Geduld. Den Satz „Irgendwann wird es besser!“ solltest Du also schon vor dem Kauf mantra-mäßig einüben. Schaden kann es nicht 😉

4) Du hast Humor

Wenn mal wieder einer dieser Tage ist, an denen so gar nichts klappt, der kleine zimtfarbene Wirbelwind dein liebstes Paar Schuhe angeknabbert oder sonst einen Blödsinn angestellt hat, hilft nur noch Humor. Die Welpen- und Junghundphase ist beim Vizsla eine echte Herausforderung, die ich manchmal nur ertragen konnte und kann, indem ich über mich und den wilden Vischel gelacht habe. Außerdem kann ich Euch garantieren, dass die verrückten Schlafpositionen Eures Vizslas für zahlreiche Schmunzler sorgen werden.

Die verrückten Schlafpositionen des Magyar Vizsla
Magyar Vizsla schläft auf dem Rücken

5) Du machst Dir nicht viel aus Privatsphäre

Im Englischen wird der Vizsla gerne auch als „velcro dog“, also „Klettverschlusshund“ bezeichnet. Warum? Wie kaum eine andere Rasse heftet sich der Vischel buchstäblich an Deine Fersen und wird sowas wie Dein Schatten. Du sitzt auf einem Stuhl? Super! Der Vizsla wird versuchen, auf Deinen Schoß zu klettern. Du musst mal ins Bad? Das versteht der Vischel gerne als Aufforderung, doch gleich mal mitzukommen. Einfach die Tür schließen? Netter Versuch. Dein Vizsla wird Dir sehr eindrucksvoll demonstrieren, was er von dieser Trennung hält. Verabschiede Dich also schon beim Kauf von Deinem „personal space“.

6) Du hast einen gut gefüllten Geldbeutel

Ich weiß, dass dieser Punkt heikel ist. Denn natürlich sind nicht nur Menschen mit einem guten Verdienst in der Lage, dem Vizsla ein liebevolles Zuhause zu schenken. Dennoch kenne ich zahlreiche Vischels mit empfindlicher Haut, Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten, die allesamt regelmäßige Tierarztbesuche und eine besondere Ernährung erfordern. Und beides kann ganz schön ins Geld gehen. Es gibt durchaus nicht wenige Vizsla-Besitzer, die auf Spezialnahrung umsteigen mussten und dafür monatlich mehrere hundert Euro zahlen. Daher solltest Du auch diesen Punkt vor einem Kauf bedenken!

7) Du liebst es, zu kuscheln

Wenn Du irgendwann akzeptiert hast, dass Dein Vischel Dich auf Schritt und Tritt begleitet, und zuerst Dein Sofa und schließlich auch Dein Bett erobert hat, wirst Du dafür königlich entlohnt. Und zwar mit endlosen Kuscheleinheiten. Ich kenne tatsächlich kaum eine Rasse, die verschmuster ist als der Vizsla. Hals, Kopf und – ja tatsächlich! – den Po könnte man dem Vischel den lieben langen Tag kraulen. Dir fällt dabei irgendwann die Hand ab? Dein Problem! Mit gekonntem Anstupsen wird der Vizsla deine Hände wieder genau dort platzieren, wo er gerade eine ausgiebige Streicheleinheit braucht. Und damit Schluss! Ich muss nun weiter meinen Vizsla kraulen…

Nein, aber mal im Ernst: Was zeichnet aus Eurer Sicht den perfekten Vizsla-Besitzer aus? Oder habt Ihr Euch in den sieben Punkten vollständig wiedergefunden?

Bis dahin: Stay Vizsladdicted!

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